Hydrotherapie

 

Unter dem Begriff Hydrotherapie versteht man die Anwendung von Wasser zur Vorbeugung und Behandlung von Erkrankungen (Hydro = griechisch für Wasser).

 

Ablauf der Hydrotherapie

 

Die Schwimmtherapie findet im beheizten Indoor-Pool statt. Dazu wird dem Hund eine Schwimmweste angezogen, die ihm einen leichten Auftrieb und dadurch Sicherheit bietet. Der Therapeut befindet sich während des Trainings zusammen mit dem Hund im Pool und kann so gezielt die Schwimmbewegungen des Patienten auf dessen individuelles Bedürfnis hin steuern.

Zu Beginn der Hydrotherpie sind die Schwimmintervalle kurz und werden dann mit zunehmender Kondition des Hundes nach und nach gesteigert.

 

Die Hydrotherapie steigert nachweisbar:

  • die Kraft und Ausdauer der Muskulatur
  • das Bewegungsausmass der Gelenke
  • die Ausdauer des Herz-Kreislauf-Systems
  • die Mobilität
  • das Wohlbefinden

 

Die Vorteile dieser Therapieform sind umfangreich:

 

Bei der Hydrotherpie ist der Hund bis zum Hals im Wasser, welches dem Hundepatienten bis zu 70% des Körpergewichtes abnimmt. Daraus resultiert, dass die Belastung auf den Bewegungsapparat durch das Körpergewicht reduziert wird, die Bewegungen jedoch mehr Muskelarbeit erfordern als ohne Wasserwiderstand. Muskulatur, Bänder und Sehnen können so gestärkt werden, ohne dass das ganze eigene Gewicht des Hundes auf die Gelenke wirkt.

 

Hunde die durch eine Lähmung oder nach einer Operation an Land nicht stehfähig sind, können die eingeschränkten Gliedmassen im Wasser weitaus besser bewegen oder durch Hilfe des Therapeuten bewegt werden. Ein Muskelaufbau ist deshalb schon in einer frühen Phase der Rehabilitation möglich. Dies kann auch auf die Psyche des Hundes einen positiven Effekt haben.

 

Durch den vom Wasser ausgeübten Druck auf den Körper, werden Schwellungen reduziert. Die Druckrezeptoren und Thermorezeptoren werden stimuliert und damit die Schmerzen gesenkt, die Körperwahrnehmung gesteigert und dadurch das Wohlbefinden gefördert.

 

Gusti während der Schwimmtherapie